Lok mit glanzlosem Sieg auf der Erfolgsschiene zurück!
vom 27.11.2011
KELKHEIM/TAUNUS Am gestrigen Samstag dampfte die Lok in den Taunus, um dort bei der TSG Münster 1883 zwei fest eingeplante Punkte abzuholen. Was vom Papier her wieder relativ klar schien, sah auf der Platte, wie in abgelaufenen Spielen der Saison, etwas enger aus. Aus Loksicht gab es an diesem Abend nur ein Hauptthema: Das Comeback von Leistungsträger Robert Weiß! Der Thüringer wurde in seinem ersten Spiel nach der Langzeitverletzung für etwa 20 Minuten im Abwehrverbund eingesetzt und zeigte dort auf Anhieb eine ansprechende Leistung.
Das Spiel vor rund 200 Zuschauern entwickelte sich für Drittliga-Verhältnisse zu einer durchwachsenen Angelegenheit. Die Hazl-Sieben fand gut in die Partie, versäumte es jedoch ein ordentliches Polster zu schaffen. Vor Allem beim Kroaten Dino Dragicevic muss in der Woche an irgendeiner Stelle der Knoten geplatzt sein. Der Rückraumspieler präsentierte von Beginn an eine seiner besseren Auftritte und war nach Manager Uwe Heller's Meinung neben Robert Weiß und Talent Nils Jürschke, der übrigens auch Akzente setzen konnte, der Man of the Match. Zur Halbzeit stand für die Lokmannen eine mehr oder weniger beruhigende 14:11-Pausenführung zu Buche.
Im zweiten Abschnitt begann die Lok euphorisch und arbeitete sich dank einer sehr ausgeglichenen Mannschaftsleistung bis zur 45. Minute eine 23:16-Führung heraus. Dies lag hauptsächlich an einer konsequenteren Angriffs- und Abwehrformation, die durch einen gut aufgelegten Mario Percin gestärkt wurde. Der Routinier verließ das Tor während der Partie nur bei Siebenmetern, um die sich Hüter Sven Grathwohl kümmerte. Wie des Öfteren in letzter Zeit drohte das Spiel gewaltig zu kippen. Beschleunigt wurde dieser Vorgang durch einige Zeitstrafen gegen die Lok, sowie drei nicht gegebenen Treffern von Janez Skusek (zweifelhafte Kreisentscheidungen). In den letzten 30 Sekunden des Spiels hatte die TSG Münster gar die Möglichkeit einen Punkt zu erbeuten, scheiterte aber an ihrer eigenen Ungeduld. Am Ende gab es für die Lok einen verdienten, aber glücklichen 26:25-Arbeitserfolg. Uwe Heller fasste die zwei Punkte mit einem "Sieg ohne Ruhm und Glanz" zusammen! Am Ende der Saison wird sich jedoch keiner mehr darum scheren, ob die zwei Punkte aus dem Taunus knapp oder souverän eingefahren wurden.
Am kommenden Wochenende hat die Hazl-Sieben spielfrei und wird diese für ihre interne Weihnachtsfeier nutzen.
Torschützen:
Dragicevic 6, Milicevic 5/1, Martinc 4, Delinac und Skusek 3, Boucek 2, Helbig, Jürschke und Schneider 1
Ihr Michael Weinbrecht
<< zurück zur Übersicht
