Lok scheitert an eigener Abschlussschwäche!
vom 13.11.2011
LEIPZIG Am gestrigen Abend ging es für die Lokmannen in Leipzig um zwei wichtige Derby-Punkte für den weiteren Verbleib in den Top3 der 3. Liga Ost. Begleitet wurden die Roten von mehr als 100 Pirnaer Schlachtenbummlern, die bereits in den ersten Minuten der Partie feinste Heimspielatmosphäre verbreiteten.
Doch die Jungs um Jiri Boucek auf der Platte wirkten im Angriff von Beginn an etwas gehemmt und so war es Janez Skusek, der in der siebten Minute den ersten Loktreffer zum 2:1 markieren konnte. Sowohl Skusek, als auch Linksaußen Dusan Milicevic präsentierten sich bereits in der ersten Hälfte als die Hoffnungsschimmer aus Pirnaer Sicht. Aber auch die Topleistung der beiden internationalen Flügelspieler konnte den fehlenden Druck und die damit verbundene Torflaute aus dem Rückraum nicht kompensieren. Leipzig hingegen verstand es gehörig Druck aus dem Rückraum zu kreieren, verpasste jedoch auch diesen entsprechend in einen größeren Vorsprung umzumünzen! In der 25. Minute reagierte Spielertrainer Petr Hazl auf die nachlassende Wirkung von Keeper Sven Grathwohl und brachte Routinier Mario Percin ins Spiel. Auch durch dessen Leistung konnte die Lok in der 29. Minute erstmalig auf Gleichstand (12:12) stellen und ging letztendlich mit einem glücklichen 13:13 in die Kabine.
Wer jetzt allerdings an die Zeit der Pirnaer glaubte, musste sich leider eines Besseren belehren lassen. Nach dem der Leipziger (Fan-)Wandertag über das Spielfeld bei laufender Partie endlich ein Ende nahm, gab es die erste viel diskutierte Entscheidung des Abends. Lok-Star Dusan Milicevic bekam von einem Leipziger Spieler am Anwurfkreis den Ball an den Rücken gewurfen und wurde danach vom Schiedsrichter der Spielverzögerung bezichtigt. Spätestens ab diesen Moment waren Fans und Team quasi eine Einheit und fieberten gemeinsam dem weiteren Verlauf entgegen. Die Hazl-Sieben zeigte bis zum Spielende demonstrativ die Spuren eines gebrauchten Tages auf und blieb nur durch die ebenfalls erschreckende Abschlussschwäche der Gastgeber im Spiel. Selbst in doppelter Überzahl wirkten die Lokmannen nicht klar im Kopf und verpassten in der 60. Minute den Ausgleich zu markieren. Die Lok konnte weder am Kreis, noch über schnelle Gegenstöße durch die zwei Außen, Stiche in das Herz der Leipziger setzen. Im Endeffekt muss man die zwei Punkte für die SG LVB leider als verdient betrachten! Mit dieser unnötigen Niederlage haben sich die Jungs selber einer guten Ausgangsposition für das Spitzenspiel gegen den HSC Bad Neustadt beraubt. Manager Uwe Heller fixierte das Scheitern seiner Jungs ebenfalls auf die enorme Abschlussschwäche.
Torschützen:
Milicevic 11/5, Skusek 7/2, Delinac 4, Hazl 2, Martinc 1
Ihr Michael Weinbrecht
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