Torhütergespann sichert zwei Punkte gegen Zweitligaabsteiger!

HC Aschersleben

PIRNA Zum letzten Heimspiel vorm Jahreswechsel empfing die Lok den Zweitligaabsteiger HC Aschersleben Alligators. Umso überraschender ist der derzeitige Tabellenplatz der Anhaltiner im unteren Drittel der Tabelle.

In der ersten Hälfte bewiesen die Gäste aber, zu was sie eigentlich im Stande sind. Vor Allem die beiden chilenischen Feuchtmanns wirbelten in beeindruckender Art und Weise durch den Pirnaer Abwehrverbund. Dazu kam eine konzentrierte Abwehrleistung der Ascherslebener, die sich in den ersten Minuten besonders auf Jiri Boucek konzentrierte, der gleich mehrfach kurz behandelt werden musste. Nachdem die Lok bis zur 20. Minute mit 9:12 ins Hintertreffen geraten war reagierte Petr Hazl und brachte Sven Grathwohl für Mario Percin! Vor etwa 500 Zuschauern hatte die Hazl-Sieben im ersten Durchgang nur selten Glück. Sinnbildlich dafür war die 27. Minute, in der der Topscorer Dusan Milicevic mit seinem Versuch aus sieben Metern scheiterte und auch den Nachwurf nicht im Kasten von Ivan Szabo unterbringen konnte. Quasi mit dem Halbzeitpfiff bekamen die Alligators ihrerseits einen Siebenmeter zugesprochen und verwandelten diesen durch Carsten Kommoß zum 14:16-Halbzeitstand. Der erste Durchgang des Lokangriffs war vor Allem durch das Vergeben zahlreicher klarer Chancen, sowie dem Scheitern am starken Ivan Szabo geprägt.

Der bekannte Halbzeiteffekt der Lokmannen blieb aber vorerst aus, so dass die Lok nach großen Teilen des Spiels erst in der 43. Minute den Ausgleich markieren konnte und somit den Weg zum Erfolg fand. Dies lag vor Allem an zwei Akteuren des Eisenbahnerangriffs und an dem stark aufkommenden Torhütergespann der Sachsen! Sowohl Dusan Milicevic, als auch Jiri Boucek fanden nun ihre Lücken und warfen insgesamt die Hälfte aller Loktreffer an diesem Abend. Nun kam die Zeit des Sven Grathwohl! Der bundesligaerfahrene Hüter zeigte ab der 40. Minute zahlreiche spektakuläre Paraden und erlaubte es dem Lokangriff somit auch mal den einen oder anderen eigenen Angriff auszulassen. Aber nicht nur Sven Grathwohl nagelte den Lokkasten zu, sondern auch Mario Percin entschärfte einen wichtigen Siebenmeter der Gäste kurz vor dem Ende. Dass es lange Zeit nicht nach einem Erfolg aussah merkte man in der Schlussphase des Spiels nicht mehr, da die Lok mit viel Kampf und Leidenschaft dem 30:27-Erfolg entgegenstürmte. Bei allen vorab genannten Spielern darf jedoch nicht Robert Weiß vergessen werden, dem zwar nicht jede Aktion gelang, aber der im zweiten Spiel nach seiner Verletzung alles versuchte, um seinen Jungs weiterzuhelfen.

Bereits vor dem Spiel übergaben Spieler und Fans Uwe Hoffmann die gesammelten Gelder für eine Delphintherapie seiner kleinen Nele.

 

Torschützen:
Milicevic 9/1, Boucek 6, Martinc 4, Delinac und Weiß je 3, Dragicevic und Schneider je 2, Skusek 1

 

Ihr Michael Weinbrecht

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