Was ist die "48-Stunden-Regel"?

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Ein zu loses Mundwerk kann die Handballer fortan ein kleines Vermögen kosten. Denn die deutsche Handball-Bundesliga (HBL) verbietet den Akteuren ab dieser Saison nach Abpfiff jeglichen Kommentar über die Unparteiischen.

"Spielern, Offiziellen sowie Mitarbeitern oder Mandatsträgern eines Vereins, auch wenn sie nicht selbst am Spielgeschehen beteiligt waren, ist es untersagt, sich innerhalb von 48 Stunden nach Spielschluss über die Schiedsrichter, Zeitnehmer und Sekretär und den Technischen Delegierten zu äußern", heißt es in den neuen HBL-Durchführungsbestimmungen. Bis zu 5000 Euro kann das kosten.

Die Schiedsrichter freuen sich über den Schutz. "Grundsätzlich ist das ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Lars Geipel, einer der Sprecher der deutschen Unparteiischen. Aber auch er bittet darum, die neue Regel nicht falsch zu deuten. "Wir wollen aber auch weiterhin den Gedankenaustausch mit den Trainern, das ist wichtig", sagte Geipel zu sport.zdf.de.

Der Schiedsrichterwart des Deutschen Handballbundes (DHB), Peter Rauchfuß, begrüßt ebenfalls die Initiative der Liga. "Die HBL hat da einen guten Gedanken", sagt Rauchfuß. Er verweist darauf, dass die Attacken auf die Schiedsrichter aufgrund der großen TV-Präsenz in anderen Ländern als schlechte Beispiele in den Schiedsrichterschulungen dienten. "Das kann es nicht sein", sagt Rauchfuß.

Bob Hanning sagte dazu in der Fachzeitschrift Handballwoche: "...Es geht darum, dass man erst mal reflextiert und dann darüber spricht. Das halte ich auch nach wie vor für richtig. Das heißt nicht, dass man nicht sagen darf, dass die letzten beiden Entscheidungen in einem Spiel fachlich falsch waren. Das ist nach wie vor erlaubt. Es geht ausschließlich um verbale Entgleisungen, um Respektlosigkeiten. Ich verbitte mir das von meinen Mitarbeitern in meinem Unternehmen. Und die Schiedsrichter haben in ihrem Ehrenamt auch das recht, respektvoll behandelt zu werden. Trotzdem müssen sie sich weiter der Kritik stellen....."

 

Quelle: ZDFSport online und Handballwoche Nr. 48

 

Maik Freudenberg
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