Pirna unterbricht seine Erfolgsserie
Quelle: Pirnaer Runschau
Leipzig/Pirna. Nach drei Siegen in Folge musste Petr Hazl am vergangenen Samstag zum ersten Mal spüren, wie sich eine Niederlage auf der Trainerbank anfühlt. Der ESV Lok Pirna gab sich Aufsteiger LVB Leipzig mit 26:25 zwar nur denkbar knapp geschlagen, kann sich aber nach diese Niederlage wohl endgültig von allen Aufstiegsträumen verabschieden. Derbys scheinen nicht die Sache der Männer von der Elbe zu sein. "Vielleicht fehlen uns dort die nötigen Prozente an Kampf, um so eine Partie auch einmal zu unseren Gunsten entscheiden zu können?" mutmasste Manager Uwe Heller nach dem Abpfiff. Zuvor hatten die Lok-Männer im Heimderby gegen Aue schon gepatzt. Und auch gegen die anderen beiden mitteldeutschen Vertreter Bernburg und Dessau sieht die Bilanz der Eisenbahner alles andere als rosig aus. 0:8 Zähler aus diesen vier Vergleichen sind eher eine ernüchternde Bilanz.
"Und im Kampf um einen vorderen Tabellenplatz ein herber Rückschlag" so Heller. An mangelnder Unterstützung von den Rängen kann es jedenfalls bei dieser Auswärtspartie nicht gelegen haben. Über hundert Lok-Fans sorgten in der Halle an der Brüderstraße für echte Heimspielatmosphäre. Die Frage, ob an diesem Abend die Pirnaer Eisenbahner oder die Leipziger Straßenbahner mit mehr Verspätung aufwarteten, war nur ein willkommenes Wortspiel beider Fanlager auf den Tribünen. Der LVB erwischte vor 600 Zuschauern den besseren Start und führte nach einer Viertelstunde mit 8:5. Die Gäste konnten dieses Gefühl einer Führung nur zweimal während der gesamten sechzig Minuten auskosten. Außerdem konnte Pirna mit Dusan Milicevic und Janez Skusek in dieser
Partie wieder nur mit zwei echten Goalgettern aufwarten. Beide brachten es auf 18 der insgesamt 25 Lok-Treffer. Bis kurz vor Spielende durften die Gäste beim 25:25 noch hoffen. Dann sorgte der Ex-Pirnaer Krzystof Zart mit seinem Treffer zum 26:25 für den endgültigen Knockout der Gäste. Den Rest erledigte ein überragender LVB-Schlussmann, der neun freie Würfe der Lok-Spieler hielt und an diesem Tag den Unterschied ausmachte.
A. Reiche
Auf Dusan Milicevic ist Verlass. Pirnas Linksaußen traf in Leipzig elf Mal. Foto: Hatzi

