Pirna verliert Derby und Anschluss

Quelle: SZ Pirna

Die Erfolgsserie von Petr Hazl ist gerissen. Ausgerechnet im Sachsenderby beim Aufsteiger LVB Leipzig kassierte das Hazl- Team nach drei Siegen in Folge seine erste Niederlage. „Hier kannst du schon mal verlieren. Das haben vor euch Aue und Dessau auch schon getan.“ Die Worte von Krzyzstof Zart dürften allerdings nur wenig Balsam auf die wunde Pirnaer Handballseele gewesen sein. Der Ex Pirnaer sorgte mit seinem Treffer zum 26.25 in der 58. Minute für den endgültigen Knock out der Gäste. Es mutet schon etwas verwunderlich an, dass Spieler wie Zart in Leipzig oder Kraft in Bernburg, die in Pirna nie den Durchbruch geschafft haben, zu den absoluten Leistungsträgern ihrer Teams avancierten. Das war auch der Tenor auf den Rängen. Wenigstens dieses Duell ging klar an Pirna. Über 100 Fans sorgten in der Halle an der Brüderstraße für echte Heimspielatmosphäre. „Ob uns das nicht bekommt, weil es die Mannschaft da besonders wissen will? Oder ob wir, die für diese Derbys nötigen Prozente an Kampf nicht abrufen können?“ Manager Uwe Heller ging nach dem Abpfiff erst einmal auf Ursachensuche. Für Petr Hazl redete im Vorfeld schon Klartext. “Für mich ist das definitiv das schwerste Spiel seit meiner Amtsübernahme. Wirr wollen gewinnen aber es ist ein Derby und da werden beide Mannschaften auch bis zum Umfallen kämpfen.“ Viel davon war von den Gästen in dieser Partie allerdings nicht zu sehen. „Wir wirkten über weite Strecken verkrampft. “ so der Tenor von Uwe Heller. Die Pirnaer Eisenbahner fuhren so den Leipziger Straßenbahnern immer irgendwie hinterher. Vor 600 Zuschauern erwischte der LVB den besseren Start. Nach einer Viertelstunde führte der Aufsteiger, der viermal in Folge verlor, mit 8:5. Die Gäste scheiterten ein ums andere mal am LVB Schlussmann Sebastian Schulz. Der 21-, jährige avancierte zum Matchwinner für den LVB. „Seine Leistung muss ich heute noch über die des Teams stellen.“ lobte LVB Coach Jens Große ihn in der anschließenden Pressekonferenz. „Wenn man bedenkt das Schulz neun freie Würfe hielt und wir mit Dusan Milicevic und Janez Skusek eigentlich nur zwei Torschützen hatten, wissen wir woran es lag.“ Für Petr Hazl kam der Einbruch nicht unerwartet. „Wir sind noch nicht ganz dort, wo uns manche schon sehen. Sechs neue Spieler zu integrieren braucht eben Zeit.“ Pirna ging in dieser Partie nur zweimal in Führung. Kurz vor der Pause traf Dusan Milicevic zum 12.13. Und in der 36. Minute verwandelte Janez Skusek einen Strafwurf zum 16:17. Bis zwei Minuten vor dem Abpfiff (25:25) hatte Pirna noch alle Chancen etwas Zählbares mit an die Elbe zu nehmen. Dann traf Krzysztof Zart für den LVB aus dem Rückraum.

Bezeichnend für die gesamte Partie war vielleicht die Szene zehn Sekunden vor dem Abpfiff. Robert Delinac hatte noch die Chance zum Ausgleich, scheitere aber mit seinem Wurf an einem Besseren.

Lok: Percin, Grathwohl, Milicevic 11/5, Skusek 7/2, Delinac 4, Hazl 2, Martinc 1,

Dragicevic 1, Schneider, Boucek

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