Pirna verliert Sachsenderby!

Quelle: SZ Pirna

Dusan Milicevic wollte nach dem Abpfiff erst einmal allein sein. Der Serbe, der immer ein aufmunterndes Wort für seien Mitspieler übrig hat, musste diesmal selbst getröstete werden. „Mit ist heute nicht allzu viel gelungen.“ gestand der Linksaußen der Lok. „Dusan war bis jetzt immer unsere Lebensversicherung in Sachen Treffer. Vielleicht wäre es dann anders ausgegangen. Wir haben aber auch insgesamt zu viel weggelassen.“ Fritz Zenk wartete so vergeblich auf ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk seiner Mannschaft. Die verabschiedete sich nach der zweiten Niederlage in Folge erste einmal ins Niemandsland der Tabelle. „Das wollten wir unbedingt vermeiden. Mit einem Erfolg hätten wir uns oben festsetzen können.“ hatte Manager Uwe Heller im Vorfeld der Partie noch einmal deutlich gemacht. Über 500 Zuschauer erlebten in der Sonnensteinarena ein spannendes, emotionales Derby, in dem am Ende die Gäste aus dem Erzgebirge dominierten. Wie froh man beim Zweitligaabsteiger über diesen Erfolg auf dem Sonnenstein war, zeigte der Jubel der Gäste nach dem Abpfiff. „Wir haben jetzt eine komfortable Ausgangsposition vor dem Gipfel nächste Woche gegen Bad Neustadt.“ Maik Nowak will mit seinem EHV wieder in die 2. Bundesliga. „Wenn es damit schon in der laufenden Saison klappt. Wir hätten nichts dagegen..“ Sein Team legte vor allem in der ersten Spielhälfte den Grundstein für den Auswärtserfolg. Nach einer ausgeglichener Anfangsviertelstunde (6:6) warfen Zbynek Vesely und Alexander Matschas den EHV mit 6:8 (17.min) nach vorn. Fritz Zenk sah in der folgenden Phase durchaus Parallelen zur Partie in Dessau. „Dort hatten wir auch bis zur Halbzeit den Spielfaden verloren und lagen deutlich hinten.“ Aue präsentierte sich dort als eingespieltes Team und gingen mit einem 11:16 in die Pause. Mit dem Argument, das seine Sieben ein Stück mehr Cleverness in die Wagschale werfen konnte, wollte sich Maik Nowak überhaupt nicht anfreunden. „Da müssten einige Spieler ganz schnell in die Kabine verschwinden und ganz still auf ihrer Bank sitzen.“ Besonders die Phase nach dem Wideranpfiff, als Dino Dragicevic zweimal in Folge traf und zum 13:16 verkürzte, schmeckte dem EHV Coach überhaupt nicht. Nach Georg Rothenburgers Treffer zum 17:22 (45.min) hatte Aue die beiden Zähler eigentlich schon in Sack und Tüten. “Wir sind noch einmal wieder gekommen.“ Fritz Zenk durfte wieder hoffen, weil sein Team innerhalb von acht Minuten einen 7:2 Lauf hatte. Die Halle stand Kopf als Janez Skusek per Siebenmeter zum 24:24 (53. min.) ausglich. Bis vier Minuten vor dem Abpfiff blieb es weiter eng. Janar Mägi und Georg Rothenburger sowie Jiri Boucek sorgten für das knappe 25:26. In der Schlussphase mangelte es der Lok weniger an Kraft sondern mehr an Akteuren auf dem Parkett. In doppelter Unterzahl auf der Platte ging bei Pirna nichts mehr .Fritz Zenk lies dann auch kein gutes Haar an den Unparteiischen. „In den kniffligen Entscheidungen immer mit Aue- Bonus. Und bei einigen klaren Sachen einfach respektlos gegenüber meiner Mannschaft.“

Lok: Grathwohl, Percin, Delinac 6, Skusek 3/1, Rodriguez, Hazl 2, Milicevic 3/2, Helbig, Martinc 4, Dragicevic 5, Schneider, Boucek 3,

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