Spielbericht

Schade drum
HC Aschersleben vs. HSV Lok Pirna Dresden 22:20 (10:11)


Als nach den gespielten 60 Minuten das Endergebnis auf der Anzeigetafel des Ballhauses in Aschersleben aufleuchtete hatte mancher der zahlreich mitgereisten Pirnaer Fans das Gefühl, das hier und heute einfach mehr drin gewesen wäre. Der Mannschaft ging es genauso. Dementsprechend kritische Töne an der eigenen Leistung, vor Allem gegen Ende der Partie, waren in der Kabine zu hören. Letztendlich hat die abgezocktere und cleverere Mannschaft das Duell auf Augenhöhe für sich entschieden.

Von Beginn an entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie, die aber auf eher mäßigem Niveau geführt wurde. Deutlicher als 2 Tore konnte sich kein Team absetzen. Begannen die Eisenbahner im D Zug Tempo und führten schnell mit 4:2 war es dann an den Alligators aus Aschersleben die nächsten vier Tore zu werfen. Ständig wogte das Geschehen hin und her. Das Spiel wurde von den beiden Abwehrreihen und gut aufgelegten Torhütern dominiert, oder, wenn man es anders betrachten will, es wurden reihenweise klarste Chancen auf beiden Seiten ausgelassen. Beim Stand von 11:10 für das Milicevic Team wurden die Seiten gewechselt. In Halbzeit zwei das gleiche Bild, wobei die Eisenbahner immer einen Schritt voraus waren. selbst eine 3:6 Unterzahl konnte schadlos abgewendet werden. Allein die nötige Energie aus diesem Erleben zog Aschersleben. In den letzten 10 Minuten drehte sich das Blatt und die Lok dämpfte stets einem Rückstand hinterher. Trotz offener Deckung konnten unsere Jungs am Ende nicht mehr Paroli bieten und verloren eine Partie, die eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Schade drum! Leider mussten wir neben dem schon länger verletzten Lukas Baase kurzfristig auf den erkrankten Vladan Kovanovic verzichten.

In der nächsten Woche hat die Mannschaft Spielerei bevor sich am 4. März der verlustpunktfreie HSV Bad Blankenburg auf dem Sonnenstein vorstellt. Damit beginnen für unsere Eisenbahner die Wochen der Wahrheit. Nun zählen nur noch Siege, soll am Ende der Saison nicht der schlimmste anzunehmende Fall eines Abstiegs eintreten. Zuletzt wurden mehrere Matchbälle vergeben und die Situation unnötig spannend gemacht. Vor allem gegen die unmittelbaren Tabellennachbarn muss nun Zählbares erreicht werden. Ohne wenn und aber. Denn es könnte durchaus der Fall eintreten, das am Ende der Saison fünf Mannschaften den Weg in die Landesligen antreten müssen. Passieren könnte das, wenn aus den dritten Ligen mehrere als eine Mannschaft in die Mitteldeutsche Oberliga absteigen. Momentan liegen LVB Leipzig und Magdeburg 2. auf einem Abstiegsplatz.

Die Eisenbahner:
Nick Weber, Martin Dietze
Nicolas Philippi 2, Christian Möbius 2, Louis Böhm, Dusan Milicevic 1, Nicolas Bula, Srdan Gavrilovic 5/4, Robert Ultsch, Torsten Schneider 6, Max Hartmann, Robert Schulze 4, Philipp Gildemeister