Spielbericht

Großes Kämpferherz nicht belohnt
HSV Lok Pirna Dresden gegen HSV Bad Blankenburg 26:27 (12:11)


Gestern Abend fand ein weiteres denkwürdiges Spiel auf dem Sonnenstein statt. Leider mit einem ganz bitteren Ende für unsere Eisenbahner. Verdient war das Ergebnis auf keinen Fall. Am Ende entscheiden eben manchmal nicht nur die Akteure der beiden Mannschaften das Spiel, sondern fragwürdige Entscheidungen seitens der neutralen Offiziellen. Muss ein Spiel welches die ganze Zeit über ausgeglichen war zum Schluss mit so einer unwürdigen Aktion beendet werden? Ich glaube nicht.

Der Reihe nach!
Die Milicevic Sieben ging hochmotiviert und sehr gut vorbereitet in das Match. Auch wenn es noch nach 7 Minuten 0:0 stand könnte man das Bemühen ganz deutlich erkennen hier und heute als Sieger vom Platz gehen zu wollen. Dieser HSV Bad Blankenburg hätte durchaus gestern mit der ersten Niederlage der Saison nach Hause gehen können. So langsam nahm das Spiel Fahrt auf, das Geschehen wogte hin und her. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Es versprach bis zum Ende eine ganz enge Kiste zu werden. Nach dem Seitenwechsel kamen die Thüringer etwas besser in die Gänge und konnten sich bis zu zwei Tore absetzen. Auch unterstützt durch häufige Überzahl Situationen. Doch die Eisenbahner gaben niemals auf und konnten noch jeden Rückstand ausgleichen. In der letzten Minute kulminierte das Spiel dann dramatisch. 25:26 durch Bad Blankenburg, Ausgleich 10 Sekunden vor Schluss. Das muss doch für den einen verdienten Punkt reichen. Tat es nicht. Nach Anpfiff ging unsere Abwehr resolut den ballführenden Spieler an und konnte den Ball, allerdings durch ein Foul, erobern. Die Unparteiischen sahen aber ein blockieren des Balles und verhängten zur Überraschung beider Teams eine rote Karte gegen Dusan Milicevic und gaben einen Siebenmeter für die Gäste. Lange Gesichter überall. Was war das? Warum diese Entscheidung? Noch eine Sekunde auf der Uhr, Strafwurf für Bad Blankenburg und keine Chance einzugreifen. Frank Grohmann behielt die Nerven und erzielte den Siegtreffer für die damit weiter ungeschlagenen Lavendelstädter. Nach dem Abpfiff kam es dann zu tumultartigen Szenen, da aufgebrachte Zuschauer und Spieler sich diese letzte Entscheidung nicht erklären konnten. Eine tolle Leistung wurde nicht belohnt und unsere Mannschaft durch eine an sich banale Situation um den verdienten Punkt gebracht.

Nun wird das Milicevic Team mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch und aber auch mit viel Selbstvertrauen nach Freiberg reisen, um bei einem direkten Kontrahenten um den Abstieg zu punkten. Nur noch mal zur Erinnerung ! Vor Wochenfrist gewann Bad Blankenburg in Glauchau mit 30:18.

PIRNA spielte mit:
Nick Weber und Martin Dietze im Tor Vladan Kovanovic 3, Nicolas Philippi, Christian Möbius, Louis Böhm, Lukas Baase, Dusan Milicevic 4/1, Niklas Waller, Srdan Gavrilovic 11/7, Robert Ultsch, Toto Schneider 3, Robert Schulze 4, Philipp Gildemeister 1

Strafen:
PIRNA 2 Minuten 6 / rote Karten 2
Bad Blankenburg 5