Spielbericht

Über dem Strich
HSV Lok Pirna Dresden vs. HV RW Stassfurt 23:22 (11:10)


Unsere Lok befindet sich nach dem gestrigen Spiel weiterhin über dem ominösen Strich, der die Liga in Absteiger und Nichtabsteiger trennt. Dass das so ist war mehr als schwer erkämpft. Man hatte sich einiges vorgenommen, um den Negativlauf der letzten Spiele zu stoppen. Klare Angriffsaktionen wurden konzentriert abgeschlossen, vorrangig durch den bestens aufgelegten Kapitän Toto Schneider. Er erwischte gestern einen Sahnetag und war einer, wenn nicht der Garant für den so ersehnten Sieg. Doch schon nach wenigen Angriffen verschwand die Sicherheit aus den Aktionen und das eine oder andere Mal zeigten die Milicevic-Jungs Nerven. Doch auch den aufopferungsvoll kämpfenden Stassfurtern gelang bei Weitem nicht alles. Oft scheiterten sie an Nick Weber, der mit vielen guten Paraden glänzen konnte. Geprägt von Kampf und Leidenschaft entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Doch immer wenn unser Team die Chance hatte sich etwas abzusetzen versagten die Nerven. So geht Abstiegskampf. Einen Schönheitspreis gibt es da nicht zu vergeben.


Zur Halbzeit lagen die Eisenbahner mit einem Tor in Führung und leise Hoffnung keimte auf, endlich den erhofften Sieg in den Zielbahnhof einzufahren. In der zweiten Halbzeit das gleiche Spiel. Nur mit dem Unterschied, dass nun auch die Gäste zweimal in Führung gehen konnten. Glücklicherweise geschah dies gleich zu Beginn, so dass genügend Zeit blieb diesen Makel zu korrigieren. Das es aber wieder in den letzen Sekunden kulminieren musste war fast schon zu erwarten. Letzte Minute. Stassfurt im Angriff und erzielt durch ihren besten Werfer an diesem Tag den Ausgleich. Im Gegenzug die erneute Führung für uns. Doch zum Glück spielten die Gäste den Angriff nicht sehr lange aus und schlossen 14 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich ab. Schnelle Mitte, Robert Schulze stürmt auf das gegnerische Tor zu und wird regelwidrig gefoult. Allen war klar, rote Karte und Siebenmeter. Denkste! Wurde vor vierzehn Tagen noch so entschieden gab es diesmal nur eine 2 Minuten Strafe und einen Freiwurf. Und noch 5 Sekunden zu spielen.

Überzahlspiel. Geschickt wurde Spielertrainer Dusan Milicevic freigespielt und erzielte 2 Sekunden vor Schluss eiskalt den viel umjubelten Siegtreffer. Über ein Unentschieden hätten wir uns nicht beklagen können hatten aber dieses Mal das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Fazit: Mit einer mehrdeutig auszulegenden Regel für die letzten 30 Sekunden wird es den Akteuren und den Schiedsrichtern sehr schwer gemacht immer richtig zu agieren. Gerade im Abstiegskampf schlagen dann schnell die Wogen hoch. Etwas deutlichere Vorgaben würden da sicher guttun. Unterm Strich haben wir diesmal etwas zurückbekommen was in den letzten Spielen verloren wurde. Über das "Wie" redet am Ende niemand mehr. In den nächsten beiden Wochen ist unsere Lok in Glauchau und dann in Plauen-Oberlosa zu Gast und da nicht gerade Favorit. Vielleicht bekommt uns diese Rolle ja und wir können zum nächsten Abstiegsderby schon etwas gelassener agieren!

AUFSTELLUNG:
Nick Weber und Martin Dietze im Tor Vladan Kovanovic, Nicolas Philippi, Christian Möbius 1, Louis Böhm 1, Lukas Baase, Dusan Milicevic 2, Srdan Gavrilovic 7/4, Robert Ultsch, Toto Schneider 11, Max Hartmann , Robert Schulze 1, Philipp Gildemeister

STRAFEN:
Pirna 6 x 2 min
Stassfurt 5 x 2 min