Spielbericht

War das nötig?
HC Glauchau/Meerane vs. HSV Lok Pirna Dresden 27:25


Obwohl am Ende ein durchaus vorhersehbares Ergebnis zu Buche stand war wieder einmal mehr drin. Zum gefühlt hundertsten Mal in dieser Saison gingen die Eisenbahner mit einem denkbar knappen Resultat von der Platte. Waren wir in der vergangenen Spielserie noch zumeist die Glücklicheren so ist uns in dieser Saison dieses Glück wohl erstmal abhanden gekommen. Bei Duellen auf Augenhöhe, und das waren in der Rückrunde ausnahmslos alle, entscheiden Nuancen über Sieg und Niederlage. Auch wenn sicher einige Entscheidungen in den letzten Spielen etwas unglücklich gegen uns gefallen sind hatten wir es doch meist trotzdem in der Hand. So auch gestern.


Bis zum Stand von 10:10 in der 24. Minute war das Geschehen sehr ausgewogen. Vladan Kovanovic führte für den grippegeschwächten Robert Schulze klug Regie und brachte seine Mitspieler immer wieder in gute Wurfpositionen. Hinten stand die Abwehr und Nick Weber erwischte einen guten Start. Doch im Laufe der ersten Halbzeit begannen sich wieder die leider üblichen Schwächen im Abschluss einzuschleichen. Reihenweise wurden beste Einwurfgelegenheiten liegen gelassen. Hinzu kamen mehrere ungünstige und zuweilen sicher auch falsche Entscheidungen der Unparteiischen. So nahm das Geschehen seinen Lauf. Doch wer die Milicevic Schützlinge zur Pause schon abgeschrieben hatte musste sich eines Besseren belehren lassen. Mit unbändigen Willen gelang es die Partie zu drehen. Konzentrierte Abschlüsse und ein inzwischen ins Tor gewechselter Martin Dietze waren die Garanten dieser Wende. Doch dann schlichen sich wieder die selben Fehler ein wie in der ersten Hälfte. Fehlabspiele, Fehlwürfe und mehrere seltsame Entscheidungen sorgten für einen erneuten Führungswechsel. So sehr sich die Pirnaer auch mühten, es sollte nicht sein. Kampf bis zum Schluss doch das bessere Ende für Glauchau Meerane. Unterm Strich war wieder mehr drin, aber vor allem auch die Verteilung der Torschützen zeigt, wo das Problem zu suchen ist. Mehrere Spieler sind angeschlagen (Gavrilovic, Schulze, Baase), gerade erst genesen (Hartmann) und somit nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Das reicht dann nicht um die eins, zwei Tore besser zu sein als der Gegner zu sein und auch unliebsame Entscheidungen der Referees wegzustecken . Doch Bange machen gilt nicht. Es sind noch sechs Partien zu spielen, dann werden wir sehen.

AUFSTELLUNG:
Nick Weber und Martin Dietze im Tor,
Vladan Kovanovic 4, Nicolas Philippi 2, Christian Möbius, Louis Böhm, Lukas Baase, Dusan Milicevic 4/2, Srdan Gavrilovic 2/2, Robert Ultsch, Toto Schneider 13, Max Hartmann, Robert Schulze, Philipp Gildemeister

Autor: U. Heller
Fotos: C. Dietze