Spielbericht

Zum siegen verdammt
HSV Lok Pirna Dresden vs. HSV Apolda 21:24 (11:11)


Zum Siegen verdammt sind die Handballer des ESV in den letzten vier Spielen dieser verkorksten Saison um wenigstens das Minimalziel Klassenerhalt zu realisieren. Dabei begann das Spiel eigentlich wunderbar. Schnell legten die Milicevic Schützlinge eine 4:0 Führung vor und zeigten wie es gehen kann. Doch spätestens mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Martin Dietze nach etwa 20 Minuten kam ein Riss ins Gefüge. Führte man da noch mit 9:4 und alles sah sehr positiv aus, holte der Gast aus Thüringen bis zum Pausenpfiff auf und erzielte noch den Ausgleich. Schon da zeigten sich wieder die Defizite im Abschluss die uns schon in Freiberg und Glauchau zum Verhängnis wurden. Sofort nach dem Wechsel legte Apolda nach und verschaffte sich einen drei Tore Vorsprung. Das sollte am Ende reichen um unsere Eisenbahner auf Abstand zu halten. Denn so sehr man sich auch mühte kam man doch nicht wieder heran und lies klarste Einwurfmöglichkeiten aus.

Schade, denn dieser HSV Apolda war durchaus schlagbar, dies aber nur, wenn alle Spieler zur Normalform gefunden hätten. Das war leider nicht der Fall und so kroch nun die Angst in die Glieder der Pirnaer Handballer und versetzte uns nun endgültig auf einen Abstiegsplatz. Egal was in der Liga alles noch so passieren könnte in Punkto Abstieg, ob nicht alle Landesmeister ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen oder jemand für die neue Saison nicht meldet, Platz 11 muss das erklärte Ziel bleiben. Dann sind alle Diskussionen hinfällig. Um den Platz zu erreichen müssen Punkte her, auch in der Fremde. Vielleicht ist es so ganz günstig, dass die Osterferien vor der Tür stehen und die Jungs ihren Kopf erstmal frei bekommen. Auf alle Fälle müssen wir mit Ihnen im psychologischen Bereich arbeiten, denn das Handballspielen können sie ja nicht verlernt haben. Es gilt nur die Blockaden, die mit Sicherheit vorhanden sind, zu lösen.



Zum Glück haben die Eisenbahner noch vier Gelegenheiten um zu punkten. Diese müssen genutzt werden, soll nicht der Ernstfall eintreten. Möglich ist es allemal da noch etwas zu holen. Nur muss dazu ein Ruck durch die Mannschaft gehen.

AUFSTELLUNG:
Martin Dietze und Nick Weber im Tor Vladan Kovanovic 2, Nicolas Philippi 3, Christian Möbius 1, Louis Böhm, Lukas Baase, Dusan Milicevic 1, Robert Kurz, Srdan Gavrilovic 6/2, Robert Ultsch 1, Torsten Schneider 5, Max Hartmann, Philipp Gildemeister 2

STRAFEN:
Pirna 5 / Apolda 3