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EINDRUCKSVOLLER DERBYSIEG

HSG Freiberg vs. Eisenbahner 20:26 (5:11)


Kaum einer der mehr als 60 mitgereisten Pirnaer Fans dürfte die Anreise in die Bergstadt bereut haben, gab es doch am Samstag eine sehr gute Leistung der Milicevic Schützlinge zu bewundern. Wieder wurden im Spiel schon früh die Weichen für den Sieg gestellt. Beweis dafür sind 5 in Worten fünf, Gegentore im ersten Abschnitt. Schnell erspielten sich die Eisenbahner eine drei Tore Führung, die sie bis zum Ende, trotz mancher Widrigkeiten, nicht mehr hergaben. Obwohl im Angriff längst nicht alles rund lief konnten sich die Jungs stets auf ihre Torhüter verlassen, die hinter einer starken Abwehr über sich hinaus wuchsen. Freiberg startete mit der erwarteten offensiven Abwehrvariante, gegen die Dusan Milicevic seit letzten Dienstag Varianten einüben lassen hat. Dadurch ergaben sich immer wieder Lücken in die die Eisenbahner stoßen und ihre Chancen nutzen konnten. Beim Stand von 3:6 in der 15 Minute nahm der Freiberger Coach seine erste Auszeit und revidierte diese Variante, um ab da in einer 6:0 Deckung zu agieren. Taten sich die Pirnaer zunächst damit etwas schwerer aus dem gebundenen Spiel heraus zu Toren zu gelangen, vernagelte Martin Dietze in dieser Phase den Kasten und lies die Freiberger Werfer reihenweise verzweifeln. Unglaublich. Egal ob von außen, aus dem Rückraum oder dem schnellen Gegenangriff. Es gab einfach kein Vorbeikommen an Martin. Bitter war, das zu diesem Zeitpunkt Abwehrstratege Robert Ultsch schon zum Zuschauen verurteilt war. Ein Pferdekuss hinderte ihn am Weiterspielen. Damit fehlte Dusan Milicevic schon die zweite Alternative, da sich Lukas Baase im Training einen Bruch der rechten Mittelhand zugezogen hatte.



Doch an diesem Tag sollte das alles keine Rolle spielen. Zu stark und diszipliniert spielten die Eisenbahner auf. Die akribisch ausgearbeiteten Vorgaben des Trainers wurden sehr gut umgesetzt, wenn auch wieder zu viele Zeitstrafen zu verzeichnen waren. Doch der Reihe nach! Das es nach dem Seitenwechsel so nicht weitergehen würde war wohl allen Beteiligten klar. Die Bergstädter hatten sich etwas vorgenommen und kamen mit neuem Elan aus der Kabine. Doch an diesem Tag sollte das alles nichts nützen. Mit einer konzentrierten Leistung stemmten sich die Eisenbahner gegen sämtliche Widrigkeiten und kämpften trotz teilweise 3:6 Unterzahl gegen den Gegner an. Freiberg versuchte noch einmal alles, deckte wieder offensiv. Doch auch in Unterzahl gelang es diesmal immer wieder Lücken zu finden und wichtige Tore zu erzielen. Als aber dann beim Stand von 19:23 Martin Dietze sehr zur Überraschung aller Anwesenden mit Rot vom Platz musste und zudem noch die Bank eine weitere Zeitstrafe bekam mussten wir noch einmal um den Sieg bangen, doch der eingewechselte Philipp Ihl ersetzte Martin nahtlos. Insgesamt 3 Siebenmeter der Gastgeber konnte er entschärfen. Zudem erzielten die Eisenbahner in dieser doppelten Unterzahl 2 Tore, der Drops war gelutscht. Der Rest war unbändige Freude, ein Bad in der Menge und die Erkenntnis, dass mit der SG Pirna/Heidenau zu rechnen ist. Mit Sicherheit werden nicht all zu viele Mannschaften in Freiberg gewinnen. Ein Sieg zur rechten Zeit und ein Zeichen an die Konkurrenz. Damit ist der Anschluss ans Mittelfeld hergestellt, wenn sich auch tabellarisch nichts verändert hat.

Spielstatistik (PDF)
Autor: U. Heller
Fotos: J. Krupa