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Lok feiert nächsten Heimsieg

Eisenbahner vs. HC Aschersleben Alligators 23:18 (12:7)


Weitergemacht haben die Männer unserer SG gegen einen gewiss unbequemen Gegner aus Sachsen/Anhalt dort, wo man die Woche zuvor gegen Freiberg das erfolgreiche Spiel beendete. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Auf Grund von Krankheit und beruflichen Verpflichtungen konnte die Mannschaft nicht so trainieren, wie es sich der Trainerstab um Dusan Milicevic vorgestellt hatte. Hinzu kommt noch die Verletzung von Lukas Baase, dessen Mittelhandbruch seine Zeit brauchen wird. Gute Besserung! Doch mit dem Motivationsschub und der Erkenntnis, dass man doch erfolgreich Handballspielen kann, war genügend Selbstvertrauen da, um gegen Aschersleben mit dem Anpfiff des Schiedsrichterduos D.Große/S. Kreuz sofort das Heft des Handelns aufzunehmen und zu zeigen, wer Herr im Hause ist. Basis war, wie in den bisherigen siegreichen Spielen, die Abwehr mit einem überragenden M. Dietze im Tor. Fast die Hälfte aller Wurfgeschosse auf sein Tor fand in ihm ihren Meister. Dick unterstrichen sei, ein Torwart ist immer nur so gut wie es ihm seine Deckung ermöglicht! Unglaublich was da gelaufen, gefightet und geblockt wurde. Jeder einzelne Spieler ging an seine Grenzen, scheute keinen Zweikampf, auch wenn`s mal wehtat. Einzelne herauszuheben verbietet sich fast. Doch wie wichtig ein Christian Möbius ist, das bewies unser Geburtstagskind eindrucksvoll. Und nicht nur in der Deckung, auch im Angriff sahen die begeisterten Fans, danke für die wieder grandiose Unterstützung, Bemerkenswertes. Das Spiel verteilt sich nun viel besser und auf mehrere Schultern.



Somit ist man weniger ausrechenbar als noch zu Saisonbeginn. Höhepunkt dieser Anfangsphase ein klasse Zuspiel von eben Christian Mobius im Rücken der Deckung, nach eigenem Durchbruch zum Kreis, halblinks, zum besser noch postierten Kreismitte David Lubar. Der nutzte die Chance und netzte zum 2:0 ein. Das gab Vertrauen, die Mannschaft merkte, hier geht was und zeigte in der Folge großes Kino. Ob nach Kombinationen aus dem gebundenen Spiel, im Umkehrspiel oder nach Einzelaktionen, es flutschte einfach. Zunehmend und sehr zur Freude der Verantwortlichen wird das Team von unserem Aufbaumitte Krzysztof Kusal geführt. Der konnte wie alle anderen fast ungläubig auf ein 9:2 in der 16. Minute an der Anzeigetafel blicken. Die Mannschaft ließ sich auch nicht von den raschen Verwarnungen und der ersten 2- Minutenstrafe in der 9.Minute gegen ihren Kapitän Toto Schneider aus dem Konzept bringen. Klar, Zärtlichkeiten werden in einem solchen Match nicht ausgetauscht. Solange sich alles im Rahmen des Legalen bewegt, ist das ok. Wenn es dann aber übertrieben wird, so wie in der 38. Minute, Pirna im Angriff liegend, als es zu einer Rangelei zwischen F. Seifert, unserem Chr. Möbius und unbeobachtet N. Berends kam, dann muss sich niemand wundern, wenn er fortan dem Spiel als Zuschauer beiwohnt. Leider fiel die Bewertung des Sachverhaltes sehr zu Ungunsten des Hausherrn aus. Auf diese Art hatte nämlich das Geburtstagskind eher als gedacht Feierabend, während sein Widerpart mit einer Zweiminutenstrafe davon kam. Natürlich zehrt ein solch aufwändiges Spiel, zumal die Gäste nicht etwa aufgaben, sondern nach wie vor sehr bemüht waren. Klug gewechselt wurde nun, so dass Körner gespart werden konnten. Auch eine zeitweilige Torflaute, als mehrere gute Chancen liegen gelassen wurden, brachte die SG nicht aus der Fassung. Doch wenn in der 52.Minute beim 18:16 der Vorsprung nur noch 2 Tore beträgt, dann wird´s noch mal spannend. Aber, der wiedererstarkte „Hans“ Gavrilovic, David Lubar, Toto Schneider und vor allem der junge Nico Schott sorgten mit ihren Toren dafür, dass die beiden Punkte tatsächlich in Pirna blieben.

Nun gilt es am kommenden Sonnabend in Apolda den nächsten Coup zu landen. Drauf hat´s die Truppe!

Spielstatistik (PDF)
Autor: C. Dietze
Fotos - Obere Reihe: M. Förster // Fotos - Untere Reihe: U. Heller