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Hauchdünn gewonnen

HSV Apolda vs. Eisenbahner 18:19 (9:7)


Der Bann ist gebrochen. Im fünften Spiel gegen die Glockenstädter aus Apolda gelang den Milicevic Schützlingen endlich der erste Sieg, noch dazu auswärts. Schwer genug war es, wie die wieder zahlreich mitgereisten Fans erleben durften. Diese sorgten noch weit nach dem Abpfiff für Heimspiel Atmosphäre. Wieder prächtig eingestellt erwischten unsere Jungs den besseren Start. Tolle Abwehrarbeit, schnelles Umschalten, lange und konzentriert ausgespielte Angriffe. Leider nur bis zur 14. Minute. Danach gelang den Eisenbahnern 10 Minuten lang kein weiterer Treffer, während die Apoldaer deren 4 erzielen konnten und damit in Führung gingen. Zu viele einfache Fehler, Fehlwürfe und Unkonzentriertheiten kosteten den Vorsprung.



Mit 9:7 für die Hausherren ging es in die Pause. Die dort folgende Pausenansprache von Dusan Milicevic, oder sollte man lieber von einem Donnerwetter reden, zeigte Wirkung. Mit deutlichen Worten schaffte es der Coach auch noch den letzten zu motivieren. Ergebnis war eine Aufholjagd direkt nach Wiederanpfiff. Nach 41 Minuten konnten die Eisenbahner dann endlich wieder in Führung gehen. Ergebnis einer kollektiven Steigerung vor Allem im Angriff. Auf die Deckung nebst den Torhütern ist ohnehin Verlass. Ab da konnten die Apoldaer nicht mehr in Führung gehen, zu stark war die Vorstellung der Milicevic Sieben. Leider versäumten die Jungs in der Phase von der 45. bis zur 55.Minute den Sack zuzumachen und vergaben wieder zu viele Chancen zur endgültigen Entscheidung. So wurde es noch einmal spannend, als die Gastgeber in ihrem letzten Angriff noch die Chance hatten wenigstens einen Punkt in heimischer Halle zu behalten. Doch was immer sie auch versuchten, die aufopferungsvoll kämpfenden Eisenbahner hatten stets die passende Antwort parat. Ein Freiwurf eine Sekunde vor Ende sorgte noch einmal für Aufregung und Verwirrung. Reicht die Zeit noch für einen Pass oder wird direkt geworfen? Es wurde dann ein Pass, in den der Schlusspfiff kam, der Wurf klatschte an die Latte. Schluss aus Ende. Jubel unserer Jungs und unserer Fans. Die Mannschaft mit der besseren Moral hatte gewonnen. Schon schön, wie sich das Team aus der prekären Situation zu Saisonbeginn herausgearbeitet hat. Nur die beiden Ersten der Tabelle haben weniger Tore kassiert. Da muss man aber auch den Finger in die Wunde legen, denn im Angriff gibt es noch erhebliches Potential zur Steigerung. Aber was soll es, wenn auch so gewonnen werden kann.

Die Mannschaft hat einen Lauf und aus den letzten 5 Spielen 4 Siege geholt. Das sorgt für eine breite Brust und soll auch noch lange nicht alles gewesen sein. Mit dem USV Halle besuchen wir nächste Woche ein Team, das punktgleich mit uns nur einen Platz besser liegt und die letzten drei Spiele verloren hat. Uns gelang es zuletzt stets die Tabellennachbarn zu besiegen. Warum nicht auch in Halle?

Spielstatistik (PDF)
Autor: U. Heller
Fotos - Obere Reihe: D. Wünsche // Fotos - Untere Reihe: J. Krupa