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Einen Punkt abgerungen

HG 85 Köthen vs. Eisenbahner 22:22 (11:14)


Trotz des Umstandes, dass dieses Spiel das letzte der Hinrunde war, kann man durchaus von einem geglückten Start in das neue Handballjahr sprechen. Die Milicevic-Schützlinge knüpften genau da an, wo sie im letzten Jahr aufgehört hatten. Die mitgereisten Fans der Eisenbahner konnten sich über einen Punkt beim haushohen Favoriten in der Bachstadt Köthen freuen und taten dies über die gesamte Zeit lautstark kund. Toll, wie viele immer wieder den Weg in fremde Gefilde fanden, um ihre Schützlinge zu unterstützen. Großes Dankeschön dafür!

Von Beginn an gingen die Pirnaer Handballer sehr konzentriert zu Werke und setzten ein weiteres Mal den Marschplan von Trainer Milicevic konsequent um. Dieser hatte vor dem schnellen Umkehrspiel der Köthener gewarnt und daher um einen ruhigen Spielaufbau gebeten. Dies gelang vor allem in den ersten 30 Spielminuten sehr gut. Elf Gegentore beim bisher zu Hause verlustpunktfreien Tabellenzweiten sprechen Bände. Diese Abwehr samt wieder glänzend aufgelegtem Martin Dietze im Tor, der im Nachgang auch zum Spieler des Spiels gewählt wurde, ist die Basis der erfolgreichen Arbeit in den letzten Spielen.

Vorn wurde sehr variabel gespielt und damit den Gastgebern wenige Chancen zu ihrem erwarteten Konterspiel gegeben. Die umsichtig leitenden jungen Unparteiischen aus Aue taten dem Spiel auch sichtlich gut, so dass sich eine spannende und hochklassige Partie entwickeln konnte. Großen Anteil daran hatte auch wieder unser Torschütze vom Dienst und Kapitän Toto Schneider, der neben dem immer wertvoller werdenden Christian Möbius in Angriff und Abwehr stark agierte. Doch egal, wer am Ende auf der Platte stand, jeder trug seinen Teil zum Erfolg bei. Bis zum Seitenwechsel konnte sich die SG einen kleinen 3-Tore-Vorsprung herausspielen, der auch nötig war, wie die 2. Hälfte gezeigt hat.



Natürlich hatten sich die Köthener für diese viel vorgenommen und kamen mit neuem Elan aus der Kabine. In der 40. Minute war dann, bei einer Überzahl von 6 gegen 3 der Ausgleich geschafft. Leider spielten die Eisenbahner in dieser Phase des Spiels zu unkonzentriert und ließen sich zu einigen unfairen Aktionen hinreißen. Auf der anderen Seite konnte Köthen aus der Überzahl kaum Kapitel schlagen, da die verbliebenen Spieler aufopferungsvoll und leidenschaftlich kämpften und unser Torwart zwei freie Würfe parieren konnte. In der 46. Minute bekam der Köthener Martin Lux dann die rote Karte gezeigt, weil er im Angriff Robert Ultsch umgerannt hatte. Nur drei Minuten später ereilte Krzystof Kusal dasselbe Schicksal, nur dass ihm noch hinterher die blaue Karte gezeigt wurde. Das bedeutet eine Sperre, über deren Dauer diese Woche entschieden wird. Hoffen wir darauf, dass er schnell wieder mitwirken kann!

Nun wogte das Geschehen hin und her, wobei sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. „Hans“ Gavrilovic blieb es überlassen, den letzten Treffer des Spiels zu markieren. Er traf per Siebenmeter zum Endstand von 22:22. Ein letztlich gerechtes Unentschieden, obwohl bei etwas mehr Cleverness sogar ein Sieg möglich gewesen wäre. Doch wollen wir die Kirche im Dorf lassen. Hätte mir jemand vor Spielbeginn ein Unentschieden angeboten, ich hätte dem sofort zugestimmt. Immerhin haben wir uns durch den einen Punkt auf Platz 6 verbessert und am kommenden Samstag wieder mal eine Tabellennachbarn vor der Brust. Diese Duelle haben wir bisher alle gewonnen. Und dann gibt es ja gegen Burgenland noch etwas gutzumachen.

Spielstatistik (PDF)
Autor: U. Heller
Fotos - 1. Reihe: D. Wünsche // Fotos - 2. Reihe: J. Krupa // Fotos - 3. Reihe: C. Dietze // Fotos - 4. Reihe: niki.cam