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Serie gerissen

HC Burgenland vs. Eisenbahner 29:26 (14:13)


Seit dem ersten Auswärtsspiel hatten unsere Eisenbahner kein Spiel in fremden Gefilden mehr verloren. Diese beeindruckende Serie wurde gestern beendet. Leider waren in der Naumburger Sporthalle Euro Ville nicht alle Beteiligten auf dem Niveau der Mitteldeutschen Oberliga. Wer vor Ort war, wurde Zeuge manch merkwürdiger Entscheidungen auf beiden Seiten des Geschehens, die einem in keiner Phase unfairen Spiel völlig den Fluss raubten und ein ums andere Mal für Verwunderung auf den Rängen sorgte.

Klar war die Niederlage am Ende nicht unverdient, 29 Gegentore sprechen da für sich, aber wenn weniger in entscheidenden Phasen ins Spiel eingegriffen worden wäre, hätte der Spielfilm durchaus ganz anders verlaufen können. Dabei begannen die Milicevic-Mannen wieder sehr konzentriert, mussten aber nach 10 Minuten schon die zweite Zeitstrafe für Toto Schneider konstatieren. Infolgedessen musste der Coach die Deckung umstellen, in der mit dem gesperrten Krzystof Kusal und dem noch nicht völlig einsetzbaren „Hans“ Gavrilovic ohnehin schon zwei wichtige Stützen fehlten. Das zeigte Wirkung. Immer wieder kamen die Hausherren so zu einfachen Toren, gerade aus dem Rückraum, vor denen Dusan Milicevic ausdrücklich gewarnt hatte. Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Eisenbahner so stets den Kontakt halten und durchaus optimistisch in die Pause gehen.



Doch da waren es dann die ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte, die dem Spiel die Richtung gaben und für einen 5-Tore-Vorsprung der Burgenländer sorgten. Die Eisenbahner waren einfach schlecht aus der Kabine gekommen, agierten teilweise überhastet und hatten viel Pech im Abschluss. Wie sich zeigen sollte, war das die Vorentscheidung, auch wenn sich das Team der SG Pirna Heidenau später wieder heran kämpfen konnte. Darin zeigt sich auch die neue Qualität und Mentalität des Teams, das sich niemals aufgibt und bis zur letzten Sekunde an sich glaubt. Das ist es, was wir aus diesem Spiel mitnehmen. Und vielleicht ist dann am kommenden Samstag zu Hause der eine oder andere wieder dabei, der gestern noch schmerzlich vermisst wurde. In Bezug auf Hans sind wir da sehr optimistisch, was Krzystof angeht, sind wir auf das Wohlwollen der Verbandsrepräsentanten angewiesen. Nun ja. Hoffen wir da einfach auf eine faire Beurteilung der Situation!!!

Aber wie man so schön sagt, neues Spiel neues Glück. Ich bin mir sicher, dass die Eisenbahner mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, ob des gestrigen Geschehens, antreten werden und in heimischen Gefilden alles geben werden, um den längst fälligen dritten Heimsieg einzufahren.

Spielstatistik (PDF)
Autor: U. Heller
Fotos - 1. Reihe: J. Krupa // Fotos - 2. Reihe: C. Dietze // Fotos - 3. Reihe: niki.cam