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Wenn´s im Kopf klar ist, bewegen sich die Beine von alleine …

Eisenbahner vs. HV RW Staßfurt 24:21 (12:10)


... diesen Ausspruch aus der Handballjugend des Berichterstatters kann man nach der siegreichen Partie gegen Staßfurt getrost aufrufen, betrachten wir die 60 Minuten vom letzten Sonnabend. Nach dem ernüchternden Auftritt im Vogtland, gegen den Tabellendritten Plauen-Oberlosa, war Rehabilitation angesagt. Neben der akribischen Vorbereitung sollten Gespräche dazu dienen, Klarheit zum eigenen Vermögen, zur Leistungsfähigkeit und zur Kraft, die aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung erwachsen kann, zu schaffen. Dank an dieser Stelle unserem Mediator Wolfgang. Er hat gemeinsam mit dem Trainer ganze Arbeit geleistet, denn für alle erkennbar, gelang das Vorhaben.





Von Beginn an präsentierten sich die Milicevic-Schützlinge als Hausherren. Rasch nahmen sie das Heft des Handelns in die Hand. Ausgangspunkt war, wie fast gewohnt, eine klasse Deckungsleistung. Der Gegner wurde im wahrsten Sinne des Wortes angenommen, es wurde geblockt, Lücken geschlossen und somit der Gast in seinem Aktionsradius eingeschränkt. Und wenn etwas durchkam, dann stand da noch Martin Dietze im Tor, der mit zahlreichen Paraden der Mannschaft den notwendigen Rückhalt bot. Nur 45 Prozent Torwurfeffektivität für die Staßfurter, das spricht Bände. Die Angriffstaktik war darauf ausgerichtet, dass Spiel breit zu machen und vor allem über die Außen zu kommen. Damit sollte der zu erwartenden intensiven „Betreuung“ von Toto Schneider begegnet werden. Die Spieler setzten die Vorgaben des Trainers 1 A um. Dabei konnte sich Linksaußen Philipp Gildemeister (7 Tore) besonders in Szene setzen. 87 % seiner Würfe fanden den Weg in die Maschen. Das bekommt man auch nicht alle Tage geboten.



Sein Pendant auf der anderen Seite „Hans“ Gavrilovic war auch nicht faul und trug sich 4-mal in die Torschützenliste ein. Ständiger Positionswechsel auf den Kreispositionen, incl. der kämpferischen Kreismitte Robert Ultsch/ David Lubar sorgte für immer neue Situationen vor dem Tor der Gäste. Hinzu kam ein Aufbau, der nicht nur seine Kreisläufer einsetzte, sondern sich mit 11 Treffern am Torreigen beteiligte. Dies alles tat der oft strapazierten ESV- Seele gut. Das es ein kein einseitiges Match wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass die Staßfurter nie aufgaben und mehrmals bedrohlich heranrückten. Dabei stützen sie sich auf ihren Rechtsaußen Schöne und den halblinken Aufbauspieler Rettig. Diese beiden wurfgewaltigen Akteure fanden auch mal Lücken und waren mit 13 Treffern erfolgreich. Beim Stand von 12:10 (28.Minute) hatten die Gäste einen 6-Tore-Rückstand fast wettgemacht und waren auf Sichtweite heran. Ab der 35. Minute setzen sich die Hausherren wieder ab und hielten trotz der Gegenwehr den Gegner in Schach. Klug die Maßnahme des Trainers, den Halblinken durch Manndeckung in seinem Aktionsradius einzuschränken. Das erledigte der an diesem Tag ohnehin gut aufgelegte Philipp Gildemeister in bester Manier.

Am Ende konnten sich Mannschaft und ihre Fans über einen 24:21-Sieg und eine wirklich starke Teamleistung freuen. Nun heißt es, nicht nachlassen. Ab dem 24. Februar warten mit Glauchau, Delitzsch und dem HC Elbflorenz II Auswärtsaufgaben auf uns, die es in sich haben. Aber, wie heißt es so schön, wenn´s im Kopf stimmt… .

Spielstatistik (PDF)
Autor: C. Dietze
Fotos (obere Reihe): M. Förster
Fotos (untere Reihe): Hatzi