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Vieles stimmte, nur das Ergebnis noch nicht

Eisenbahner – HC Burgenland 23:25 (12:12)


Was für ein Spiel zum Auftakt? Da begegneten sich mit dem vorjährigen Vizemeister und der neuformierten Lok- Mannschaft zwei Teams auf Augenhöhe und liefern sich gleich zum Anfang ein solches Spiel, wie gesehen? Stark und für die Handballfans eine tolles Erlebnis. Das Match hielt alles, was unseren Sport so attraktiv macht. Spannung, Dramatik, technische Schmeckerchen und ansehenswerte Spielzüge fehlten ebenso wenig wie Kampf und Leidenschaft. Für Trainer Dusan Milicevic war es zudem eine Art Premiere, saß oder besser stand er nach der Zeit als Spielertrainer nun zum ersten Mal als „Nur- Coach“ an der Seite. Die intensive Zeit der Vorbereitung ist nun zu Ende, jetzt geht es im Wettkampfalltag um Punkte. Dazu sollten möglichst gleich zu Beginn zwei her. Aber da gab es auch noch einen Gegner, der gleiches im Sinn hatte. Dementsprechend couragiert gingen beide Teams mit dem Anpfiff der beiden Auer Schiris ans Werk. Dabei gelang es den Hausherren die ersten Points zu setzen. Basis dabei war eine gute Deckungsleistung vor dem der Mannschaft Rückhalt gebenden Martin Dietze. Nach einer kurzen Phase des Abtastens(3:3, 5.Minute) gelang es den Gastgebern aus druckvollem Spiel heraus 3 mal hintereinander zum zwischenzeitlichen 6:3 einzunetzen. Dabei stachen die neuen im Team wie Kreismitte David Lubar, der junge Nico Schott und der neue Regisseur Krzystof Kusal heraus. Unübersehbar jedoch, dass man schon in dieser frühen Phase eine Reihe von Chancen liegen ließ. Da der Gast zu diesem Zeitpunkt hier aber noch mehr sündigte und nur in seinem druckvollen und quirligem Aufbaumitte Dober einen echten Gefahrenherd aufwies, fiel das nicht allzu sehr ins Gewicht. Nach 20 Minuten stand es 9:7. Doch dann, in der 26. traf es Lok hart. Im Angriff liegend lieferten sich die o.g. Lubar und Dober ein dynamisches Duell an der 6- Meterlinie, an dessen Schluss der Burgenländer Akteur etwas zu theatralisch fiel und die beiden Unparteiischen veranlasste Rot gegen den ESVer zu ziehen. Aus der Sicht der Einheimischen eine viel zu harte Entscheidung, sollte der Gescholtene doch mit dem Ellenbogen seinen Gegenüber arg im Gesicht getroffen haben. Der war nach kurzer Zeit wieder auf dem Parkett, während der Kreismitte der Hausherren fortan das Geschehen von der Tribüne aus verfolgte. Der Riss im Lok- Spiel war unübersehbar. Am Ende stand ein 12:12 zur Halbzeit.



Um 17 Uhr folgte dann der Anpfiff zum letzten Testspiel der 1. Männermannschaft gegen den LHC Cottbus. Endlich entfaltete sich wieder diese einmalige Atmosphäre in unserer "Hölle-Ost" - Trommeln, Fahnen und Fangesänge. Es war angerichtet, der vermeintliche Höhepunkt eines überwältigenden Tages. Auch die "großen" Eisenbahner präsentierten sich in einer hervorragenden Verfassung und lieferten sich mit den Gästen aus Cottbus einen packenden Kampf. Erst in der Schlussphase konnten sich unsere Jungs deutlich gegenüber den Gästen absetzen und zeigten ein ums andere Mal schönste Angriffszüge. Mit einem am Ende deutlichen Sieg von 31:24 gegen den LHC, rundeten die Pirnaer Ballwerfer einen Durchweg gelungenen Tag ab. Man muss auch feststellen, es macht Lust auf Mehr.

Zum Schluss möchten wir uns auch noch einmal bei unserem Rückraum-Team bedanken, die wieder einmal mit einer engagiert und aufopferungsvollen Leistung das Handballfest mit ermöglicht haben. Catering, Fanshop, Maskottchen, KidsClub, Organisation, Aufbau, Abbau - und das alles ehrenamtlich! Wir sagen vielen Dank. Danke auch an alle Besucher, Kinder, Eltern und Sponsoren - es war ein unvergesslicher Tag für uns.