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Es ist vollbracht

SG Pirna/Heidenau vs. USV Halle 27:24 (14:10)


Am drittletzten Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga ist es schon geschafft, die Eisenbahner haben den Zielbahnhof erreicht und mit einer couragierten Leistung den unangenehmen Gegner vom USV Halle in die Schranken gewiesen. Von Beginn an zeigten die Milicevic Schützlinge wer Herr im Hause ist. Zweifellos spielte da das neu gewonnene Selbstvertrauen aus den letzten beiden Spielen auch eine entscheidende Rolle. Trotzdem mussten ja noch zwei Punkte her um den Klassenerhalt endgültig in Sack und Tüten zu haben. Aber auch der Gegner stand mit dem Rücken zur Wand und war eigentlich zum Siegen verdammt. ­

Wie auch immer. Ein Heimsieg stand zu keiner Phase des Spiels in Frage. Zu konzentriert gingen unsere Jungs zu Werke. Und sie treffen wieder. Von unserem Kapitän Toto Schneider sind wir es ja schon gewohnt, selbstverständlich ist es aber noch lange nicht. Aber wie sich ein Krzystof Kusal von Spiel zu Spiel gesteigert hat ringt schon Bewunderung ab. Dabei steht er mit seinen 21 Jahren ja erst am Anfang seiner Karriere. Ebenso ein Nico Schott, von dem man zwar vor Saisonbeginn hoffen konnte das er sein Potential zeigen wird, mit welcher Regelmäßigkeit er es aber abgerufen hat ist mehr als beachtlich. Oder Louis Böhm und Lukas Baase, die einen der undankbarsten Posten in der Mannschaft einnehmen mussten, indem Sie nur wenig Spielanteile bekamen. Aber wenn Sie gebraucht wurden waren Sie da. Dieses Los teilten Sie mit Niklas Waller, von dem in Zukunft noch so Einiges zu erwarten ist. Über Christian Möbius, der in der Abwehr immer stärker wird und ein ganz wichtiger Faktor für den Klassenerhalt ist, weil eben zwar wenig Tore erzielt wurden aber noch häufiger auch wenig kassiert wurden. Abwehrspezialist ist auch ein Robert Ultsch, der ein Vorbild an Einsatzwillen ist und die anderen Spieler mitzureißen vermag.



Nicht zu vergessen die Stammkräfte wie Philipp Gildemeister, Srdan Hans Gavrilovic, die immer ein Muster an Zuverlässigkeit sind. Sehr glücklich sind wir über die starken Leistungen und die Treffsicherheit von David Lubar, unserem Neuen am Kreis. Und über die Torhüter brauchen wir uns natürlich überhaupt nicht zu beschweren. Sie haben zusammen mit der starken Deckung den Laden häufig dicht gehalten.

Nicht, das jemand denkt wir wären gerade Meister geworden, aber diese schwierige Saison mit so vielen Unwägbarkeiten im Umfeld, einer ganz jungen Mannschaft, nach zahlreichen Abgängen letztendlich souverän zu beenden nötigt allerhöchsten Respekt ab. Zumal auch in den Phasen, in denen es nicht so lief von außen viel Unruhe in die Mannschaft getragen wurde. All das hat das Team klaglos hingenommen und es allen Kritikern gezeigt. Lassen wir uns überraschen was die Zukunft bringt! Sie hat gerade erst begonnen. Zum Spiel zurück. Ab der ersten Minute lagen die Eisenbahner in Führung und gaben diese zu keiner Minute ab. Immer konnten die jungen Milicevic Buben eine Antwort finden, wenn es etwas enger zu werden drohte. Einzig beim 24:22 in der 53. Minute hätte das Spiel vielleicht noch einmal kippen können, doch Nico Schott vertrieb mit seinem vierten Tor in der Schlussminute zum 27:24 Endstand die letzten Sorgen. Nun warten nur noch der Tabellenführer und Aufsteiger LVB Leipzig und der Tabellenzweite Köthen auf uns, aber der Mannschaft ist in dieser Form durchaus auch da Einiges zuzutrauen. Entspannt angehen können wir es allemal.

Spielstatistik (PDF)
Autor: U. Heller
Fotos (obere Reihe): Hatzi
Fotos (untere Reihe): M. Förster