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Nichts zu verschenken

Weihnachtliches Handballfest in Pirna


Der erste Schnee hatte Pirna schon einmal für einen kurzen Moment mit seiner Pracht eingedeckt. Überall duftet es nach Räucherkerzen und so gut wie jede Straße erstrahlt im Weihnachtsglanz. Die "Stille und heilige Nacht" ist nicht mehr weit entfernt, bevor wir uns aber alle gemütlich mit unseren Familien unter den Weihnachtsbaum zurück ziehen und die besinnliche Zeit genießen, wird es noch einmal brachial Laut und emotional.

Das letzte Punktspiel des Jahres steht auf dem Plan und die "Hölle-Ost" wird noch einmal zum Abschluss ihr leidenschaftliches Feuer entzünden. Rhythmisches Klatschen und Trommeln, so werden an diesem Tag die Handballer des ESV noch einmal zum Heimsieg gepeitscht. Trotzdem liegt in der Sonnenstein Arena auch schon ein gewaltiger Hauch von Weihnachten in der Luft. Glühwein und Bratwurst vom Grill wird es geben. Zudem werden zu weihnachtlichen Klängen Kekse, welche vom Nachwuchs und den Spielern vom Oberligateam gebacken wurden, für einen guten Zweck verkauft. Das daraus resultierende Geld soll dem gesamten ESV Lok Pirna zu Gute kommen. Und auch am Fanstand werden noch einmal Trikots, Tassen, Kalender und einiges mehr als weihnachtliches Geschenk angeprisen. Kurzum, das schon traditionelle, weihnachtliche Handballfest steht an.


Im Hinspiel unterlagen die Eisenbahner dem Team aus Köthen

Gast an diesem Tag ist die HG 85 Köthen. Die Bachstädter rangieren mit einem Punkt mehr auf dem Konto auf dem sechsten Tabellenplatz und somit einen Platz vor unserer Lok. Genau wie es die Platzierung beider Teams wiederspiegelt, wird es beim Aufeinadertreffen der Zwei heiß hergehen. Die Bachstädter verloren am letzten Wochenende vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenführer aus Dresden deutlich mit 29:37 und laufen ihren ambitionierten Saisonzielen somit auch weiterhin hinterher. Die Erfolgwelle will sich in Köthen nicht so Recht einstellen und trotzdem möchte man mit einem Auswärtssieg bei unseren Eisenbahnern den Jahresabschluss wenigstens ein wenig erfreulich gestalten. Dem entgegen steht die Heimstärke der Schützlinge von Dusan Milicevic. Zuhause scheint für die Jungs von der Lok alles möglich zu sein und man strotzt vor Selbstbewusstsein. Zeugnis dafür ist der bisher einzige Punktverlust am ersten Spieltag, wo man sich knapp Oberlosa mit 16:17 geschlagen geben musste.

Genau gegen diese Mannschaft verlor unsere Lok auch letzten Samstag. In einem dramatischen und hart umkämpften Spiel musste am Ende eine bittere 27:26-Niederlage geschluckt werden, die kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft war überzeugend, nur einige Widrigkeiten und Stolpersteine gönnten den Jungs den einen Punktgewinn nicht. Wut im Bauch, war stattdessen der Lohn. Dies gilt es gegen Köthen in positive Energie umzusetzen und so auch die deutliche 26:19-Hinspielpleite gegen die HG zu tilgen. Kurz gesagt, die Lok hat zum weihnachtlichen Handballfest nichts zu verschenken. Das es für beide Teams am Sonntag aber sehr wahrscheinlich nicht so einfach wird, die klebrige Harzkugel im gegnerischen Netz unterzubringen, liegt auf jeden Fall an den Torhütern auf beiden Seiten. Bei den Bachstädtern steht ein Christian Kanzler zwischen den Pfosten, der sich seit Wochen in einer überaggenden Form präsentiert und auf der Eisenbahner Seite unser Benas Vaicekauskas, der ebenfalls mit seiner Leistung die Fans ins Staunen versetzt. Umrahmt von Martin Dietze und Philipp Ihl, die genauso wissen wie man das Tor vernagelt.


Aber am Besten man ist am Sonntag um 17 Uhr einfach Live dabei und genießt neben dem weihnachtlichen Leckereien, ein mächtig gewaltiges Handballspektakel. Präsentiert wird der Heimspieltag von unserem Sponsor MEDIA WELT, welcher an diesem Tag auch ein digitales Highlight in die "Hölle-Ost" zaubert. Also - auf geht es Lok.


C. Friedrich
D. Wünsche